Pastörs, Molau und Co.

Pastörs, Molau und Co.



Bevor noch die Korrektur meines Diktates für meine Heimseite hinsichtlich der Kandidatenaufstellungen und der Äußerung von Rossmüller dazu abgeschlossen war, ergaben sich völlig neue Gesichtspunkte, weil Molau plötzlich erklärte, nicht mehr als Parteivorsitzender kandidieren zu wollen.

Er war vorher als geeignetster Kandidat von Marx, Apfel, Pastörs und Rossmüller bezeichnet worden; da die nun offensichtlich beim Herumreisen und Anfragen bei Landesverbänden und Kreisverbänden erfahren hatten daß Molau nicht genügend Rückhalt in der Partei hat, wurde Molau durch seinen Arbeitgeber Pastörs empfohlen, daß er nicht mehr antritt, worauf er zähneknirschend erklärt, das auch nicht mehr tun zu wollen, und Pastörs selbst – der sich bessere Chancen einräumt – tritt an. Pastörs selbst hat mir in einem Telefongespräch erklärt, daß er im letzten Jahr nach Sachsen zu Holger Apfel gefahren sei, um dort um Unterstützung für seine Kandidatur als Parteivorsitzender zu werben. Holger Apfel habe ihm gesagt, falls Pastörs kandidieren werde, werde er auch zum Parteivorsitzenden kandidieren. Er sei darüber sehr enttäuscht gewesen, da er an sich eine Unterstützung von Apfel erwartet hätte.

Anschließend haben sich dann beide auf Molau als denjenigen, der zunächst einmal Udo Voigt wegräumen solle, geeinigt, quasi als Zwischenlösung, wobei Apfel sicherlich im Sinn hatte, daß Molau die Unterschlagungen von Kemna nicht als Aufsichtsverschulden angelastet werden können, aber ihm selbst, da er schließlich die ganze Zeit, wo Kemna unterschlagen hat, einer der stellvertretenden Parteivorsitzenden gewesen ist. Molau war von Pastörs und Apfel ersichtlich nur als ein Interimskandidat vorgesehen, der relativ bald – nachdem er seine Aufgabe, nämlich Udo Voigt abzuräumen, erfüllt hatte – verschwinden sollte.

Dies funktionierte aber nicht, weil Molau nicht genügend Rückhalt in der Partei hat. Dies, obwohl er von der Sachsen-Schweriner-Connection als Hoffnungsträger und bester Kandidat hochgejubelt wurde.

Interessant ist, was jetzt passiert: Apfel hat ja erklärt, er werde als Parteivorsitzender sich zur Wahl stellen, wenn Pastörs antritt. Wird er dies nun tun, oder wird er Pastörs unterstützen? Sein Angesteller Rossmüller jedenfalls hat erklärt, Pastörs nicht zu unterstützen. Angesichts des ganzen Intrigranten-Karussells, das von dieser Seite kommt, ist die Frage offen. Wir werden am Parteitag sehen, was auch bei Apfel „Geschwätz von gestern“ ist.

Molau, der Hoffnungsträger, der Kandidat, den Apfel, Marx, Pastörs, Rossmüller, Gansel, Köster als das am besten geeignetste Mitglied, das das Amt des Parteivorsitzenden antrete solle, bezeichnet haben, ist von den eigenen Leuten abserviert worden. Was ist daraus für die Glaubwürdigkeit dieser Herren zu schließen?
Apfels Vorstellung war ja eigentlich, daß Molau Udo Voigt stürzen solle, weil er selbst wegen Verwicklung in die Finanzkrise keine richtige Attacke reiten könne, und – nachdem sich wie zu erwarten Molaus Unfähigkeit als Parteivorsitzenden herausgestellt hätte – dann nach einem Jahr Neuwahl des Parteivorsitzenden zu fordern, um sich selbst an dessen Stelle zu setzen. Es bleibt jedenfalls abzuwarten, was vom Intrigantenstadel noch als Erklärungen und Kandidatenvorstellungen kommt.

19.02.2009


(c)

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